Letzte Woche Freitag habe ich zusammen mit drei Mitschülern aus meiner Berufsschulklasse eine Biketour zum Brocken gemacht. Meine Mitstreiter waren Seung-Yong und Martin aus Göttingen sowie Gracian aus Hildesheim. Das Wetter war nicht allzu gut, schon morgens regnete es und ließ böses ahnen. Im Verlauf des Vormittags klarte es ein wenig auf und wir beschlossen, die Tour wie geplant zu fahren.

Martin, Gracian und Juri: Drei bekloppte Berufsschüler auf dem Weg zum Brocken

Der vierte im Bunde: Seung-Yong

Staumauer vom Eckerstausee
Wir starteten kurz nach 15 Uhr in der Nähe des Eckerstausees und nachdem wir die Staumauer überquert hatten ging es auf Waldwegen und Wurzeltrails weiter in Richtung Brocken. Der Himmel hatte sich inzwischen wieder zu einem schönen Blau verfärbt und die Sonnenstrahlen füllten uns mit Hoffnung.

am Eckerstausee entlang

Da wollen wir hoch!

je höher wir kommen desto schlechter wird das Wetter
Nach wenigen Kilometern mit moderater Steigung bogen wir ab und folgten dem Heinrich Heine Wanderweg, der sich mit 20-30% Steigung als ziemliche Quälerei entpuppte. Außerdem wurde das Wetter mit steigender Höhe wieder zusehens schlechter und es wurde auch ziemlich windig. Ich musste aufgrund von mangelnder Kondition öfter mal schieben, aber auch Gracian hat die eine oder andere Schiebepassage eingelegt. Seung-Yong hat wie gewohnt viele Fotostops gemacht und nur Martin ist stur vorneweg gefahren.

keinen Bock mehr auf Uphill!

dunkle Wolken begleiten uns nach oben

kurze Pause in der Schutzhütte
Wir legten eine kurze Verpflegungspause in einer Schutzhütte ein und dann traten wir den Endspurt zum Gipfel an.Das Wetter wurde dabei immer ekliger, kalter Wind, Nieselregen und Nebel nagten hartnäckig an der Motivation.

gut vermummt wird der Endspurt angetreten

an der Sendestation: der Gipfel zum Greifen nah

endlich oben!
Dann war es endlich geschafft!
Windgeschwindigkeiten von etwa 50 km/h und eine gefühlte Temperatur nahe dem Gefrierpunkt führten dazu, dass wir uns nicht lange am Gipfel aufhielten und gleich nach den Beweisfotos zum Brockenwirt weiterrollten, um uns ein wenig aufzuwärmen und in trockene Klamotten zu schlüpfen.

Gipfelstürmer

bin ziemlich am Ende

der Nebel klärt sich auf
Durch ca. 30 Minuten Pause im Brockenwirt war es schon recht spät geworden und wir traten gestärkt und mit neuem Mut die Abfahrt an. Unser Weg führte zuerst den Goetheweg entlang und dann nach einem kurzen steilen Stück Plattenweg ging es auf einem Trail weiter. Leider erlitt Martin direkt auf den ersten Trailmetern einen Plattfuß am Vorderrad, denn irgendwelche Vollidioten hatten dort Scherben hinterlassen. Also kurzerhand Schlauch geflickt und die Stelle umfahren.

Abfahrt auf dem Goetheweg

dieser Trail sollte sich als sehr sumpfig erweisen

Eckerstauseeidylle auf dem Rückweg
Der dann folgende Trail war sehr felslastig und aufgrund der Wetterverhältnisse bestand alles was nicht Felsen war aus Schlamm. Ziemlich verblockt und rutschig die Geschichte aber mächtig Spaß hat es dennoch gemacht! Nach ca. 1km wurde der Trail dann auch flowiger (unter anderem im wahrsten Sinne des Wortes denn an mehreren Stellen wurde der Weg von Wasser überspült) und wurde mit der Zeit zu einem komfortablen Doubletrack, den wir teilweise mit 50km/h entlanggesurft sind.
Auf einmal kam von hinten der Ruf :”Platten!!” Bei Gracian hatte sich ein spitzer Steinkeil in den Hinterreifen gebohrt und so seinem Schlauch zu einem vorzeitigen Ende verholfen. Er hatte glücklicherweise einen Ersatzschlauch dabei – so ging der zweite Servicestop etwas schneller als der erste. Zum Abschluss fuhren wir dann nochmal den Wurzeltrail nahe der Staumauer, diesmal aber in der angenehmeren Richtung: bergab
Fazit: Super Tour! Der Aufstieg war für meinen Geschmack etwas steil (aber dafür auch kurz!). Dafür, dass ich mächtig erkältet war, ging es mir dabei eigentlich garnicht soo schlecht. Der Brocken ist definitiv mehr als einen Besuch wert, ich komme wieder!